Da Hersteller, Logistikanbieter und Automatisierungsunternehmen weiterhin Bildverarbeitungstechnologie einsetzen, werden Mehrkamerasysteme immer häufiger eingesetzt. Eine einzelne Inspektionsstation kann mehrere Kameras gleichzeitig nutzen, um Produkte aus verschiedenen Winkeln zu prüfen, sich bewegende Objekte zu verfolgen oder eine erweiterte KI-basierte Qualitätskontrolle durchzuführen.
Während Kameras von entscheidender Bedeutung sind, liegt der wahre Leistungsengpass häufig in der Computerplattform, die die eingehenden Bildströme verarbeitet. Standard-PCs haben häufig mit Bandbreitenbeschränkungen, Latenzproblemen und Umgebungsproblemen zu kämpfen.
Industrielle Mini-PCs haben sich zur bevorzugten Computerplattform für Bildverarbeitungsanwendungen mit mehreren Kameras entwickelt, da sie leistungsstarke Verarbeitung, Zuverlässigkeit auf Industrieniveau und flexible Konnektivität vereinen.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, warum industrielle Mini-PCs für moderne Multikamera-Bildverarbeitungssysteme unerlässlich sind und wie Sie die richtige Plattform für Ihren Einsatz auswählen.
Warum Multikamera-Vision-Systeme herkömmliche PCs herausfordern
Mit zunehmender Kameraanzahl steigt auch die Komplexität der Bildverarbeitung.
Ein typisches Vision-Inspektionsprojekt kann Folgendes umfassen:
- Mehrere GigE Vision-Kameras
- USB3 Vision-Kameras
- KI-Inferenz-Engines
- SPS-Kommunikation
- Entscheidungsfindung in Echtzeit
Herkömmliche Bürocomputer sind oft eher für intermittierende Arbeitslasten als für den kontinuierlichen Industriebetrieb konzipiert.
Zu den allgemeinen Einschränkungen gehören:
- Unzureichende USB-Bandbreite
- Begrenzte Netzwerkschnittstellen
- Thermische Drosselung bei anhaltender Arbeitslast
- Geringe Beständigkeit gegen Staub und Vibration
- Mangel an industriellen Kommunikationsanschlüssen
Beispielsweise kann ein System, das acht 5-Megapixel-Kameras mit hohen Bildraten verarbeitet, herkömmliche Hardwareressourcen schnell überfordern.
Die Herausforderung besteht nicht einfach darin, mehrere Kameras anzuschließen – es geht darum, riesige Mengen an visuellen Daten in Echtzeit und ohne Verzögerungen zu verarbeiten und zu analysieren.
Warum industrielle Mini-PCs die ideale Lösung sind
Industrielle Mini-PCs wurden speziell für die Anforderungen von Bildverarbeitungsumgebungen entwickelt.
Jüngste Einsatzstudien in Elektronikfertigungsanlagen zeigen, dass die Aufrüstung von kommerziellen PCs auf industrielle Mini-PCs die Bildverarbeitungslatenz um etwa 38 % reduzierte und gleichzeitig die Gesamtsystemverfügbarkeit um mehr als 25 % erhöhte.
Wichtige Hardware-Vorteile
Hochleistungsfähige Multi-Core-Verarbeitung
Moderne Industrie-Mini-PCs unterstützen:
- Intel Core i5/i7/i9-Prozessoren
- Prozessoren der Intel N-Serie
- KI-Beschleunigungsmodule
- Multithread-Workloads
Dies ermöglicht die gleichzeitige Bilderfassung, KI-Inferenz und Gerätekommunikation.
Hochgeschwindigkeitskonnektivität
Mehrkamerasysteme erfordern einen erheblichen Datendurchsatz.
Industrielle Mini-PCs bieten normalerweise Folgendes:
- Mehrere Gigabit-LAN-Ports
- USB 3.0/3.2-Schnittstellen
- Zwei Display-Ausgänge
- COM-Ports für Industriegeräte
Lüfterlose Zuverlässigkeit
Viele Bereitstellungen laufen kontinuierlich.
Lüfterlose Designs bieten:
- Reduzierter Wartungsaufwand
- Geringere Ausfallraten
- Verbesserte Staubbeständigkeit
- Leiser Betrieb
Zuverlässiges Wärmemanagement ist bei Bildverarbeitungsanwendungen genauso wichtig wie reine Rechenleistung.
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